Einfluß verschiedener Fettsäuren auf den Cholesterin-Spiegel

Bei den Fettsäuren unterscheidet man zwischen gesättigten Fetten (Fettsäuren mit einer Einfachbindung zwischen den Kohlenstoffatomen), einfach ungesättigten Fettsäuren (Fettsäuren mit einer Doppelbindung) und mehrfach ungesättigten Fetten (Fettsäuren mit mehr als einer Doppelbindung).
Alle Fettsäuren haben unterschiedlichen Einfluss auf den Cholesterinspiegel im Blut.

Cholesterin wird von sogenannten Lipoproteinen (Aggregate von Proteinen und Lipiden, die dem Transport von Fetten und Cholesterin im Blut dienen) zu den Geweben bzw. zur Leber transportiert.

Hier wird zwischen guten (HDL –> High Density Lipoproteins, transportieren Cholesterin zur Leber) und „schlechten Lipoproteinen (LDL–> Low Density Lipoproteins, transportieren Cholesterin zu den Geweben) unterscheiden. Erstes besteht aus verhältnismäßig viel Eiweiss und wenig Fett, während es sich beim zweitgenanntem umgekehrt verhält.


Gesättigte Fettsäuren heben den Cholesterinspiegel an und steigern dabei die LDL-Konzentration, während die des HDL sinkt. Bei einfach ungesättigten Fettsäuren ist das genaue Gegenteil der Fall.
Bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren unterscheidet man zwischen den Omega 3-Fettsäuren und den Omega 6-Fettsäuren (die Zahl gibt die Stellung des jeweiligen Kohlenstoffatoms an,an dem sich die letzte Doppelbindung befindet). Während die Omega 3-Fettsäuren genau wie die einfach ungesättigten FS verfahren, senken die Omega 6-Fettsäuren sowohl den LDL- als auch den HDL-Spiegel. Die empfohlene Zufuhr von Omega 3-Fettsäuren zu Omega 6-Fettsäuren liegt bei ca. 1:5.
Insofern sollte man von gesättigten Fettsäuren Abstand nehmen und auf das richtige Verhältnis zwischen einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren setzen.

Empfehlenswert sind u.a. Rapsöl, Walnussöl, Lachs und Leinöl.