Ernährung von Schwangeren

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt während der Schwangerschaft eine zusätzliche Energiezufuhr in Höhe von 255 kcal/Tag, das entspricht ungefähr einem halben Liter fettarmer Milch oder einem kleinen Teller Nudeln (ca. 80g).

Im Schnitt sollte die Gesamtgewichtszunahme bei ca. 12 Kg liegen, in der Regel ist diese jedoch höher, da auch die Gesamtzufuhr meist die Empfehlungen überschreitet.

Abhängig davon, und auch vom späteren Geburtsgewicht des Kindes, ist jedoch das Körpergewicht der Mutter. Bei Untergewicht sollte die Gewichtszunahme entsprechend niedriger sein und es ist auch mit einem niedrigeren Geburtsgewicht des Kindes zu rechnen.

Der Nährstoffbedarf ist während der Schwangerschaft erhöht, daher sollten vor allem Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte verzehrt werden.

Wichtig ist in erster Linie, dass die Versorgung mit Folat sichergestellt ist, da es sonst zu Fehlbildungen des Kindes kommen kann.
Die Empfehlung ist mit
600ug/Tag um 50% höher als bei normalen Erwachsenen. Folat (lat. Folium: Blatt) kommt, wie der Name schon verrät, besonders in Blattgemüse (z.B. Spinat) vor, aber auch in Vollkornprodukten und Obst.

Ebenfalls sehr wichtig ist eine ausreichende Jodversorgung. Schon ab dem 4. Schwangerschaftsmonat kann die Schilddrüse des ungeborenen Kindes selbst Schilddrüsenhormone produzieren und ist daher auf die Jodzufuhr der Mutter angewiesen.

Jodmangel kann zu Früh- oder Todgeburten bzw. irreparablen Hirnschäden des Kindes führen. Auch in der Stillzeit ist der Jodbedarf deutlich erhöht.

Daher ist es anzuraten nur jodiertes Speisesalz zu verwenden, regelmäßig Seefisch zu verzehren und parallel dazu Jod in Tablettenform zu supplementieren.

Die Empfehlungen der DGE liegen bei einer täglichen Zufuhr von 230ug/Tag für Schwangere und 260ug/Tag in der Stillzeit.

Auch der Eisenbedarf ist während der Schwangerschaft erhöht, vor allem in der letzten Hälfte der Schwangerschaft. Da Eisen essenziell für die Sauerstoffversorgung des Kindes ist, kann ein Mangel zu schweren Schwangerschaftskomplikationen und ggf. auch zu Früh- bzw. Todgeburten führen. Da aber auch eine zu hohe Zufuhr nicht ohne Risiken ist, ist von einer Supplementierung jedoch abzuraten. Der erhöhte Bedarf (30mg/Tag) sollte durch die Nahrung gedeckt werden. Empfehlenswerte Lebensmittel sind z.B. Fleisch und Hülsenfrüchte. Die Resorption von Eisen in tierischen Lebensmitteln ist generell sehr hoch, die Resorption von pflanzlichem Eisen kann durch den Verzehr von Vitamin C-haltigen Lebensmitteln deutlich gesteigert werden.

Verzichtet werden sollte während der Schwangerschaft auf den Verzehr von rohem Fleisch, rohen Eiern sowie Rohmilchprodukten, da die Gefahr einer Toxoplasmoseinfektion besteht. Auch Alkohol und Koffein (in größeren Mengen) sollten gemieden werden.

Für die optimale Versorgung von Schwangeren und Stillenden empfehlen wir Nutri-Plus Orthomolekular NeoVita.