Ernährung im Alter

Mit steigendem Lebensalter finden im Körper Veränderungen statt, die nicht gestoppt, aber zumindest verlangsamt werden können. Neben der Zunahme chronischer Erkrankungen, Veränderungen des Gewebes, von Organen und des Hormonhaushaltes, ist auch die Körperkonstitution betroffen. So nimmt die Muskel- und Knochenmasse des Körpers ab, die Fettmasse erhöht sich. Die Verringerung der Muskelmasse hat nicht nur eine Abnahme der Muskelkraft zur Folge, auch der Energiebedarf sinkt dadurch. Gleichzeitig steigt jedoch mit zunehmendem Alter der Bedarf an einzelnen Mikronährstoffen.

Auch im Magen-Darm-Trakt kommt es zu Veränderungen: Die Beweglichkeit und die Durchblutung des Darmes sowie die Sekretion von Verdauungsenzymen nimmt ab. Aufgrunddessen können bestimmte Nährstoffe nicht mehr vollständig verwertet werden. Ein Beispiel hierfür ist das Vitamin B12 (Cobalamin), dessen Resorption bei etwa 30% der über 60 Jährigen vermindert ist. Die Ursache dafür ist eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut, die sog. atrophische Gastritis. Bei dieser Erkrankung kann in der Magenschleimhaut ein bestimmtes Protein – der Intrinsic Faktor – welches zur Vitamin B12-Resorption aus dem Darm benötigt wird, nicht mehr ausreichend gebildet werden. Eine unzureichende Vitamin B12 - Aufnahme kann zu einer Blutarmut mit Symptomen wie Erschöpfung, Blässe, schnellem Ermüden und sogar Herzrasen führen. Außerdem spielt Vitamin B12 zusammen mit Folsäure und Vitamin B6 eine wichtige Rolle im Homocystein-Stoffwechsel. Homocystein ist eine Aminosäure, welche sich anhäufen und die Gefäße schädigen kann. Eine ausreichende Zufuhr dieser B-Vitamine stellt einen funktionierenden Homocystein-Stoffwechsel sicher und sorgt dafür, dass sich Homocystein nicht ansammelt. Im Hinblick auf die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen auch Omega-3-Fettsäuren eine wichtige Stellung ein. Als Baustein von Membranen und als Vorstufe von Botenstoffen beeinflussen sie z.B. die Gefäße und den Blutdruck.

Ein weiteres Vitamin, dessen Bedarf sich im Alter erhöht, ist Vitamin D. Der Körper kann Vitamin D bei ausreichender Sonneneinstrahlung selbst über die Haut bilden. Die Eigensynthese der Haut nimmt jedoch ab dem 50. Lebensjahr deutlich ab, wodurch es vermehrt über die Nahrung zugeführt werden muss. In den Wintermonaten und bei Personen, die die Sonne meiden, kann die Synthese darüber hinaus noch zusätzlich vermindert sein. Vitamin D ist wichtig für Abwehrkräfte und Knochen, da es für die Aufnahme von Calcium aus dem Darm benötigt wird.

Eine hinreichende Vitamin D- und Calciumzufuhr sollte daher gewährleistet sein, um den Abbau der Knochenmasse zu vermindern und damit Krankheiten wie Osteoporose und Osteomalazie zu vermeiden.

Mit fortschreitendem Alter sollten auch genügend Antioxidantien, sog. Radikalfänger, zugeführt werden. Zu diesen zählen die Vitamine A, C und E, das Spurenelement Selen sowie weitere Vitalstoffe wie z.B. Anthocyane, Lutein oder β-Carotin. Diese Gruppe von Stoffen ist für die Beseitigung von freien Radikalen, die im Stoffwechsel gebildet werden, zuständig. Freie Radikale können zu Zellschäden führen und die Entstehung von Krebs begünstigen. Zudem hat oxidativer Stress auch negative Auswirkungen auf das Immunsystem und die Entstehung von Krankheiten wie Alzheimer-Demenz und Arteriosklerose. Aufgrund ihres sehr hohen Gehaltes an sekundären Pflanzenstoffen werden Grüner Tee und Rotwein oftmals als „Anti-Aging“ Mittel bezeichnet. Rotwein enthält z.B. Polyphenole, welche die Entstehung von Krankheiten wie Krebs oder Arthritis verhindern sollen.

 Mit dem Alter gewinnt die Ernährung zunehmend an Bedeutung, da sich der Nährstoff- und Energiebedarf verändert und zahlreiche Veränderungen im Körper die Verwertung der Nährstoffe erschweren. Als Folge können Übergewicht und eine Unterversorgung an Nährstoffen auftreten. Um die ausreichende Zufuhr an Nährstoffen sicherzustellen, sollte daher die tägliche Ernährung durch Nährstoffpräparate, welche u.a. Vitamin D und B12 enthalten, ergänzt werden.

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