Unterschiede zwischen Traubenzucker und Fruchtzucker

Traubenzucker (Glukose) und Fruchtzucker (Fruktose) gehören beide zu den Monosacchariden (Einfachzucker), zwischen ihnen bestehen jedoch einige Unterschiede.

Zum einen ist der Glykämische Index (GI) von Traubenzucker mit einem Wert von 100 wesentlich höher als der von Fruchtzucker, welcher ein Wert von 20 besitzt. Auf der anderen Seite ist die Süßkraft von Fruchtzucker deutlich höher als die von Traubenzucker (Werte: 120 zu 50).
Da der GI bei Traubenzucker um ein vielfaches höher ist als bei Fruchtzucker, schüttet die Bauchspeicheldrüse bei isolierter Einnahme wesentlich mehr Insulin aus, da der Blutzuckerspiegel beim Konsum von Traubenzucker stärker ansteigt. Fruktose hingegen wird insulinunabhängig resorbiert.
Traubenzucker ist der wichtigste Einfachzucker des menschlichen Körpers. Er kommt im Blut als Blutzucker vor und wird in Leber- und Muskelzellen als Glykogen gespeichert. Glukose dient u.a. als Baustein zum Knochenbau und kann in den Körperzellen zu Wasser und Kohlendioxid verbrannt werden. Traubenzucker ist der wichtigste Energielieferant des menschlichen Körpers, wird am schnellsten resorbiert und einige Teile des Gehirns z.B. können ohne Traubenzucker nicht arbeiten. Bei der Verdauung wird jedes Kohlehydrat letztendlich zu Traubenzucker gespalten bzw. umgewandelt.